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Wir werden kritisiertDie neuesten Kritiken über CriesuOhne WortePREMIERE AG Schwarzes Theater "Criesu" führt Käptn Blaubär auf HAHN. Zwei Jahre hat die AG Schwarzes Theater "Criesu" an der Hahner Gesamtschule "Käptn Blaubärs Abenteuer" entwickelt und einstudiert, Puppen gebaut, Requisiten und Kostüme zusammengetragen. Jetzt faszinierte die ausverkaufte Premiere 100 Jugendliche und Erwachsene.Die 15 jetzigen und ehemaligen Gesamtschüler von Achtklässler Markus Roth über Oberstufenschülerin Anna Stockem bis zum 23-jährigen Polizisten Michael Wegrich schwitzten und das Publikum staunte. Die fesselnde Handlung und perfekte Harmonie von Pantomime und Showtanz, Schwarzem Theater, Musik und Bühnenbild entführte es in eine zauberhafte Welt. "Riecht ihr das auch?", fragte "Blaubär" (Wegrich) vor der Karte des Phantasielandes Zamonien die Zuschauer. "Criesu"-Kenner unter ihnen stutzen: Sonst verzichtete das Ensemble auf Sprache. Die nutzte "Blaubär" auch nur, um den Rückblick auf sein Leben zu starten. Er erschnüffelte Düfte, die sich zum "Geruch des Abenteuers" verdichteten und der Vorhang öffnete sich zum wortlosen 90-Minuten-Spiel. Umtanzt von wilden Strudeln trudelte der junge Bär in einer Nussschale auf den Wellen, bis ihn mit Leuchtschwertern kämpfende Zwergpiraten retteten und mit einer Riesenzahnbürste ihr Schiff putzen ließen. Der Bär wurde Pirat, wuchs und wurde, fürs Schiff nun zu groß, von seinen Freunden nach einer ausgelassenen Feier auf einer Insel abgesetzt. Hier heulten, jaulten und zischten Klaubauter so furchterregend, bis "Blaubär" weinte und dabei noch gräßlichere Töne erzeugte. Tratschwellen wiesen ihn auf das in der Ferne schimmernde Atlantis hin. "Wir können ein Stück nicht einfach übernehmen", erklärte Anna, die wie fast alle Akteuere in mehrere Rollen schlüpft, warum die Gruppe den "Blaubär" so lange vorbereitete. Um ihn sprachlos im extrem anspruchsvollen "Zusammenspiel von Schwarz und Weiß" auf die Bühne zu bringen, experimentierte das Ensemble in immer neuen Improvisationen. Es sei faszinierend, "ohne Worte so viel ausdrücken zu können", schwärmte Anna, Michael Wegrich bestätigte: "Das ist mein Ausgleich für meinen sehr stressigen Alltag, ich gehe in der anderen Welt auf". Auf der Reise strandete Blaubär auf einer "paradiesischen" Insel. Dort mästeten ihn fluoreszierende Blumen. Im letzten Moment flog ihr "Braten" auf dem Drachen (Pascal Hug) weg, während der Hausmeister (Adrian Gubo) zu "A working class hero" Kästen wuchtet. Sie entpuppten sich als "Nachtigallers" (Coline Gufflet) Schule, in der sich geometrische Formen zum Schiff, Hände zu Vögeln und der Bär zum von einem Bienchen bedrängten Blümchen verwandelte. In Atlantis erwarteten nicht nur alle Weggefährten, sondern auch der mörderische Moloch. Wie "Blaubär" dieses Abenteuer meistert, kann jeder selbst erleben. Weitere Vorstellungen sind am 5. und 26. Juni um 19.30 Uhr im Theaterraum der Hahner Gesamtschule.
Wiesbadener Kurier, Untertaunus (Christine Dressler), 18.05.2009 Ältere Kritiken finden Sie hier. |
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