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Wir werden kritisiertDie älteren Kritiken über CriesuCharaktere spielen, die man im normalen Leben nie sein würdeTheatergruppe Criesu der IGS Obere Aar feiert 20-jähriges Bestehen HAHN Mit einem besonderen Stück feiert die Schultheatergruppe Criesu der IGS Obere Aar 20-jähriges Bestehen: Die Premiere von "Die Schöne und das Tier" kündigte Criesu gar nicht erst offiziell an, da sie intern sofort ausverkauft war. Aber es gibt noch zwei weitere Aufführungen.Anderthalb Jahre erarbeitete das Ensemble aus jetzigen und ehemaligen Schülerinnen und Schülern sein Jubiläumsstück. Es begeisterte das Publikum als faszinierende Kombination von Pantomime, Weiß- und Schwarzlichttheater. Dabei übernahmen die jüngsten Neuzugänge aus der 7. Klasse wie Regina und Saskia zwar nur Helferfunktionen, doch alle schwärmten, wie "viel Spaß" es mache, in der Gruppe um Leiter Jürgen Rosenplänter zu spielen und wie "interessant das mit dem Schwarzlicht" sei. Dafür waren die höheren Jahrgänge verantwortlich, die mit Ehemaligen auch im Schauspielpart brillierten. Keine andere Schultheatergruppe "ist so fest eingeschworen", bestätigte Leitertochter Meike Rosenplänter den Eindruck der Anfänger. Wie viele andere blieb sie Criesu seit der 5. Klasse treu, obwohl sie mittlerweile in Bonn studiert. "Man trifft hier Freunde und kann Charaktere spielen, die man nie sein würde", erklärte die Pantomimin die Faszination. "Um 2 Uhr ging es los und wir haben oft sechs Stunden geprobt", verriet "Belle" Dominique Sauer. Und das Furcht erregende, zottelige "Tier", Abiturient und Sportfanatiker Michael Wegerich, betonte: "Wir haben kein Drehbuch, sondern entwickeln die Ideen prinzipiell aus der Gruppe." So hätten sie das Stück "Millionen Mal umgearbeitet", ergänzte 13.-Klässlerin Ann-Kathrin Fink. Sie und Friedericke Hofmann hatten den umfangreichsten Part. Die zwei Harlekine schlüpften in ständig neue Rollen. Sie verwandelten sich in lockende Bäume, bedrohliche Fratzen, slapstickartige Kellner und buhlende Liebhaber, wenn sie das Publikum gerade nicht als akrobatisch über die Bühne tobende Erzähler von Szene zu Szene führten. Die wechselten rasch zwischen Pantomime und mal romantischen, mal grusligen Schwarzlichtsequenzen, bei denen die Zuschauer die Hälse reckten, um ja kein Detail zu verpassen, wenn (mitunter bewaffnete) Besen, Geister, Schiffe oder Schlossdetails durchs Dunkel tanzten. Zur Intensität der Szenen trugen liebevoll ausgewählte Requisiten und gestalteten Puppen ebenso bei wie die perfekt passende Musik. So begleiteten etwa Belles Auftritte zarte Melodien, schrille Misstöne die herrlich affektierten selbstsüchtigen Schwestern. Zum Jubiläum hatte sich die AG Schwarzes Theater Criesu auch einen Traum erfüllt: Sie lieh erstmals Kostüme von der Taunusbühne. Dass Schwarzlichttheater heute den Kern des Ensembles bildet und deshalb auch zum Schul-AG-Namen gehört, war nicht von Beginn an so. Vor 20 Jahren entwickelte sich Criesu aus einem Literatur-, Kunst- und Waldprojekt im 5. Jahrgang, das im Theaterstück "Birk und der Zauberwald" endete. Es folgten ein Marionettenstück mit selbst gebastelten Puppen, ein Varieté mit Akrobatik und Zauberei und das Musical "Weiber auf den Scheiterhaufen", bis das Schwarze Profitheater Velvet Criesu Anfang der 90er Jahre unter seine Fittiche nahm und ausbildete. Seitdem gehört das Schwarze Theater fest zum Repertoire, das um Pantomime ergänzt wurde. Karten für die Aufführungen am Donnerstag, 23. November, und Freitag, 8. Dezember, um 19 Uhr gibt es zu 2,50 Euro für Erwachsene und 1,50 Euro für Schüler an der IGS Obere Aar. Wiesbadener Kurier, Untertaunus (Christine Dressler), 06.11.2006 Wortloses WechselspielGruppe "Criesu" spielte Schwarzes Theater
Wiesbadener Tagblatt (Aarbote), 17.05.2004 Die ganze Welt in Schwarz-Weiß"Theater Criesu" an der IGS Obere Aar diesmal von Jules Vernes inspiriert Wiesbadener Kurier (Michael Hertl), 17.05.2004 Die Geheimnisse der Nacht als Poesie ohne WortePierrot und Colombina an der Gesamtschule in Hahn: Premiere des neuen Stückes von "Criesu"Von Kurier-Mitarbeiter Michael Hertl Hahn. Nur in den kurzen Augenblicken, in denen Tag und Nacht sich berühren, kann Pierrot seine geliebte Colombina treffen. Denn die beiden leben in verschiedenen Welten: Pierrot muss als Bäcker immer dann arbeiten, wenn Colombina, die schöne Wäscherin des Dorfes, schläft. Und so folgt Colombina eines Tages den Verlockungen des lebenslustigen Arlecchino und zieht mit ihm fort ... Auf der Grundlage einer Novelle des französischen Autors Michel Tournier haben die Mitglieder der Theatergruppe "Criesu" der Gesamtschule Obere Aar in Hahn ihr neues Stück inszeniert, das am Freitag in der Aula der Gesamtschule Premiere hatte. "Pierrot oder Die Geheimnisse der Nacht" heißt es und entführt die Zuschauer in eine Welt von Licht und Dunkel, von Ruhe und Bewegung. Eine "Poesie ohne Worte" erlebt der Zuschauer, wenn Sonne und Mond sich berühren, wenn Pierrot (dargestellt von Meike Rosenplänter) für Colombina (Gesine Arlt) eine Sternenblume vom Himmel holt - oder wenn die Wäsche auf der Leine lebendig wird. Seit über zehn Jahren hat sich "Criesu" nun schon dem "Schwarzen Theater" verschrieben. Was so bedrohlich klingt hat aber nichts mit schwarzer Magie zu tun, sondern beschreibt eine alte Form des Theaters, in der Figuren und Symbole von schwarz gekleideten Darstellern vor einem schwarzen Hintergrund bewegt werden, so dass man nur die farbigen Symbole und Figuren, nicht aber die Darsteller selbst sieht. In Verbindung mit pantomimischen Darstellungen sowie Licht- und Klangeffekten entsteht auf diese Weise eine zauberhafte Komposition, die der Phantasie breiten Raum lässt. Doch bevor das Stück die Phantasie der Zuschauer anregen kann, müssen die Darsteller harte Arbeit leisten. Schon seit Februar probt die siebzehnköpfige Truppe ihr aktuelles Stück, das zuvor auch gemeinsam ausgewählt wurde. Dabei lag schon bei der Auswahl größtes Augenmerk auf den gestalterischen Möglichkeiten des Stückes. Denn geschrieben ist die Vorlage "nur" zum Lesen. Sämtliche Ideen zu Darstellungen und Illusionen stammen von den Mitgliedern der Theatergruppe selbst - ob die Socken, die auf der Wäscheleine Twist tanzen oder die Gedanken eines Malers, die in leuchtenden Linien über die Bühne wandern. Und schließlich musste auch noch die passende Musik, alles in allem ein gutes Dutzend Stücke von Edith Piaf bis Jean-Michel Jarre, ausgewählt werden. Möglich wird die phantasiereiche Umsetzung auch durch die bunte Zusammensetzung der Truppe unter Spielleiter Jürgen Rosenplänter. Quer durch alle Klassenstufen der Gesamtschule reicht das Spektrum der Mitwirkenden. Und die erfahrensten der Mitspieler, die den jüngeren wertvolle Hinweise geben können, haben ihre Schulzeit zum Teil schon hinter sich. Zu sehen ist das Stück "Pierrot und die Geheimnisse der Nacht" nach einer Schüleraufführung am heutigen Montag noch einige Male im Januar nächsten Jahres. Die genaue Termine werden auch im Internet unter der Adresse www.criesu.de bekannt gegeben.
Wiesbadener Kurier, 17.12.2001 |
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